Trends im Gästebereich: Was Betriebe im Pferde – und Landtourismus für 2026 im Blick haben sollten

1. Nachhaltigkeit und Regionalität

Die Nachfrage nach umweltbewussten Angeboten, Energieeffizienz und regionaler Verwurzelung wächst weiter. Gäste suchen authentische Erlebnisse, bei denen sie spüren, dass Rücksicht auf Natur und Region genommen wird.

Für Pferde- und Landtourismusbetriebe heißt das:

  1. Aktivitäten und Angebote so gestalten, dass Biodiversität, Tierwohl und Landschaftsschutz mitgedacht werden.
  2. Regionale Lebensmittel, kurze Wege, Stamm-Partner in der Region nutzen und das sichtbar kommunizieren.
  3. Energie- und Technikmaßnahmen (z. B. LED-Beleuchtung, Solaranlagen, Stalloptimierung) zur Effizienzsteigerung einbinden und als Plus kommunizieren.

2. Personalisierung & Erlebnisorientierung

Gäste wünschen sich nicht mehr nur „unterzukommen“, sondern individuell zugeschnittene Erlebnisse, und das immer mit Bezug zur eigenen Motivation (z. B. Ruhe & Natur, Aktivität mit Pferd, Lernangebote). Laut Trendanalyse erreichen Erlebnis- und Slow-Tourismusformen eine höhere Bedeutung.


Für Ihren Betrieb könnten das sein:

  • Maßgeschneiderte Angebote z. B. „Reitprogramm plus Naturführung plus Hofcafé“ oder „Winterruhe-Paket mit Pferd und Wellness“.
  • Nutzer klar unterscheiden: Familien, Alleinreisende, Freundesgruppen, Reitinteressierte, Naturfans – und Angebote entsprechend differenzieren.
  • Digitale Vorab-Erfassung von Interessen (z. B. Wunsch nach Ruhe, Bewegung, Lernen) und darauf Angebote ausrichten.

3. Wellness, Gesundheit & „Slow“-Erlebnis

Gesundheit, Wohlfühlen, entschleunigtes Reisen (Slow Tourism) gewinnen weiter an Bedeutung, vor allem im ländlichen Raum.
Mögliche Ansätze:

  • Ergänzende Angebote wie Natur-Yoga, Entspannungsstunden aud der Koppel, Wald-Spaziergänge, Achtsamkeitsangebote auf dem Hof.
  • Zusammenarbeit mit Wellness-Anbietern oder kleine Spa/Einstiegsbereiche auf dem Betrieb ausrichten.
  • Kombi-Packages: Pferd erleben + Wohlfühlen + Region entdecken.

4. Neue Aufenthaltstypen & Geschäftsmodelle

Neben klassischer Übernachtung gewinnen alternative Modelle an Bedeutung: längere Aufenthalte, „Workation“ (Arbeiten + Urlaub), Co-Living, nachhaltige Hof-Residenzen.

Für Betriebe heißt das:

  • Überlegen, wie man vielleicht längere Aufenthalte anbieten kann, z.B. mit Büro-Arbeitsmöglichkeit, stabilem WLAN, ruhigeren Plätzen.
  • Angebote für Zielgruppen wie „Digital Nomads“, die Natur, Ruhe und Pferdeerleben kombinieren möchten, zu schaffen.
  • Kooperationen mit Bildungsträgern oder Retreat-Anbietern (z. B. Reit+Coaching, Naturunterricht) einzugehen.

5. Digitalisierung & kontaktlose Technologien

Kontaktlose Prozesse, einfache Buchung, digitale Gästeführung sind mittlerweile Standard-Erwartung, auch im ländlichen Kontext. Das gilt für Check-in/out, Bezahlung, aber auch für Erlebnisangebote.
Umsetzungsmöglichkeiten:

  • Online-Buchungsportal, Anreiseinfos digital, Bezahlmöglichkeiten per Handy
  • Digitale Gästemappe mit Hofregeln, Ausflugstipps, Routen
  • Social Media/Influencer-Einbindung, virtuelle Rundgänge, Storytelling-Content mit Pferd & Hof

6. Fokus auf Authentizität, Natur und Outdoor-Erlebnis

Gerade ländliche Destinationen profitieren davon, dass Gäste echte Naturerlebnisse suchen, nicht „nur“ Unterkunft, sondern ein Erlebnis im Grünen.

Für Betriebe heißt das:

  • Angebote unter freiem Himmel (z. B. Reit-Ausflüge, Wald-Routen, Pferde-Erlebnisse) ausbauen
  • Natur- und Landschaftsbezug stärker herausarbeiten (Wald, Wasser, Weite)
  • Kombination von Pferd erleben + Natur + Lernen (z. B. Nachhaltigkeit, Tierwohl, Rustikalität) als Alleinstellungsmerkmal

Fazit für Ihre Kommunikation

Nutzen Sie diese Trends in Ihrer Außendarstellung und Angebotsstruktur, denn 2026 erwarten Gäste nicht mehr nur eine Unterkunft, sondern ein „Erlebnis-Konzept“, das Natur, Pferd, Region und Wohlfühlen verbindet. Ihr Betrieb kann mit klarem Profil, digitaler Präsenz und Erlebnisvielfalt punkten.